Das höherwertige aliud

Im Kaufvertragsrecht existiert ein äußerst umstrittenes Problem in der Form des höherwertigen aliuds. In einer solchen Fallgestaltung liefert der Verkäufer versehentlich eine Sache, die werthaltiger ist als die nach dem Vertrag geschuldete.


Die erste Frage, bei der sich bereits die Geister scheiden, ist die, ob überhaupt ein Mangel vorliegt. So nehmen Teile der Literatur eine teleologische Reduktion des § 434 III 1. Alt. BGB vor, während andere insbesondere auch wegen des Wortlauts der Vorschrift die Gleichstellung dieses aliuds mit einem Mangel annehmen.



Wenn man nun einen Mangel als gegeben ansieht, stellt sich die Frage, wie weiter zu verfahren ist. Kann der Käufer eine Nachlieferung verlangen oder besteht der ursprüngliche Lieferanspruch fort? Oder will er überhaupt eine Nachlieferung? Interessanter ist dabei allerdings die Sicht des Verkäufers, denn dieser hat ja den wirtschaftlichen Schaden, wenn er seine höherwertige Sache nicht mehr zurück verlangen kann ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK