Spieler wegen Cheatnutzung verklagt

von Michael Scheyhing

Viele Onlinespiele – insbesondere auf dem PC – leiden unter Cheatern – Spieler, die sich einen unfairen Vorteil durch die Benutzung von externen Programmen erschleichen. Dies führt einerseits zu einem Imageverlust des entsprechenden Spiels (WoW? Da trifft man ja nur noch auf Bots!) und schwindenden Spielerzahlen. Beides ist natürlich vom Hersteller nicht gewünscht und so hat sich nach Blizzard, welche die Bot-Hersteller bereits mehrfach verklagte und einigen anderen Publishern nun auch Epic Games Inc. dafür entschieden, diese Unsitte gerichtlich unterbinden zu lassen – mittels einer urheberrechtlichen Klage. Denn, unerlaubte Eingriffe in das Spiel bzw. den Code stellen regelmäßig Urheberrechtsverletzungen dar, wie auch der BGH im Fall Blizzard gegen Bossland ausurteilte.

Fortnites Battle Royal Modus gehackt

Das Spiel Fortnite ist ein Third-Person Build & Survive Shooting Game, welches seit kurzem auch eine sogenannte Battle Royal Multiplayerfunktion hat. Dieser Modus steht allen Nutzern kostenlos zur Verfügung. Hier bekämpfen sich Spieler gegenseitig, bis nur noch einer übrig ist und den Sieg bzw. Gewinn mit nach Hause nimmt. Zur Bewerbung dieses neuen Modus´ finden regelmäßig hochdotierte Turniere statt. Wer in solch einem Spiel betrügt, vermiest auch den Mitspielern nicht nur das Spielerlebnis, sondern die Gewinnmöglichkeit und damit die Motivation zum Spielen insgesamt. Also entschied sich der Publisher ein Exempel zu statuieren und gegen die Cheater vorzugehen.

Neu ist: Spieler werden verklagt

Der Unterschied bei den vorliegenden Klagen eines US-Gerichtes zu den bisherigen Anti-Cheat oder Anti-Bot Klagen: Hier werden tatsächlich auch die Spieler verklagt! Und zwar auf Schadenersatz in einer vom Gericht zu bestimmenden Höhe. In aller Regel werden Spieler, die bei einer Cheatnutzung erwischt werden lediglich gebannt ...

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