FAQ: Wer erbt, wenn es kein Testament gibt?

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Ohne Testament gilt die gesetzliche Erbfolge. Diese ist im BGB geregelt.

Wie geht man am besten vor, um die gesetzlichen Erben zu bestimmen?

Zunächst verschafft man sich einen Überblick über die in Betracht kommenden Erben. Gleichzeitig behält man die Erbfolge im Auge, da nicht automatisch alle in Betracht kommenden (theoretischen) Erben auch tatsächlich erben, sondern eine bestimmte Rangfolge gilt. Ein Erbe aus einer vorherigen Erbenordnung schließt Erben aus einer nachfolgenden Ordnung aus (§ 1930 BGB).

Der Ehegatte

In jedem Fall kann man aus Sicht des Erblassers als Erstes zur Seite blicken:

Gibt es einen Ehegatten? Dieser ist nämlich stets ein gesetzlicher Erbe. Er wird durch andere Erben nie vollständig verdrängt. Nur die Erbquote, also der Anteil, zu dem der Ehegatte erbt, wird durch etwaige weitere Erben beeinflusst.

Abkömmlinge

Dann schaut man nach unten:

Hat oder hatte der Erblasser Kinder? Die Abkömmlinge sind nämlich ebenfalls stets gesetzliche Erben. Zu den Abkömmlingen zählen Kinder, Enkel, Urenkel etc. Diese Personen gehören zu den Erben erster Ordnung. Eine Besonderheit des Erbrechts: Erben kann schon der gezeugte Abkömmling, auch wenn er beim Tod des Erblassers noch nicht geboren war (§ 1923 II BGB).

Eltern, Geschwister und zum Schluss der Staat

Falls der Erblasser keine Abkömmlinge hat, schaut man nach oben: Es kommen Erben in oder aus der vorherigen Generation in Betracht, also Eltern oder deren Kinder, womit man dann bei den Geschwistern angelangt wäre. Das ist die zweite Erbenordnung.

Gibt es insoweit keine Verwandten, geht es mit der Erbfolge noch eine Generation höher, also zu den Großeltern und deren Abkömmlingen (Opa, Oma, Onkel, Tante, Nichte, Neffe...). Das ist die sog. dritte Ordnung ...

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