BFH beendet Unsicherheit für "Einheits-GmbH & Co. KG"

von Andreas Jahn

BFH beendet Unsicherheit für "Einheits-GmbH & Co. KG" Gewerbliche Prägung bleibt auch dann, wenn die Kommanditisten zur Wahrnehmung der Gesellschafterrechte in der Gesellschafterversammlung der Komplementär-GmbH befugt sind Worum es geht

Bei einer GmbH & Co. KG werden aus verschiedenen Gründen häufig die Anteile an der eigenen Komplementär-GmbH von der KG selbst gehalten (sog. "Einheits-GmbH & Co. KG"). Dann aber stellt sich immer das folgende Problem der Willensbildung in der der GmbH und der Interessenkollision:

Die Gesellschafterversammlung der Komplementär-GmbH bildet die KG als Alleingesellschafterin der GmbH.Die KG wird in der Gesellschafterversammlung vertreten durch die Komplementär-GmbH.Diese wird vertreten durch ihre Geschäftsführer.Damit bilden letztlich die Geschäftsführer der GmbH ihre eigene Gesellschafterversammlung, womit naturgemäß eine Interessenkollision vorliegt. Denn ohne abweichende Regelungen wären die Geschäftsführer der Komplementär-GmbH z.B. dazu berufen, über ihre eigene Bestellung, Abberufung und Entlastung zu entscheiden oder das Weisungsrecht gegenüber sich selbst auszuüben.

Deshalb sehen Gesellschaftsverträge einer solchen "Einheits-GmbH & Co. KG" regelmäßig vor, dass die Gesellschafterrechte der KG in der Gesellschafterversammlung der GmbH nicht durch die Geschäftsführer der GmbH, sondern durch die Kommanditisten der KG wahrgenommen werden. So weit, so gut!

Aber, … hier liegt der steuerliche Hase im Pfeffer, wenn die KG nicht originär gewerblich, sondern vermögensverwaltend tätig ist - wie es bei einer Familiengesellschaft oder Immobiliengesellschaft zumeist der Fall sein wird.

Denn nach § 15 Abs. 3 Nr ...

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