Notbremse

von Udo Vetter

Nicht jeder Gerichtstermin verläuft erfreulich und so, wie man das als Verteidiger vorhersehen könnte. Etwas ungewöhnlich ist es allerdings, wenn sich schlampige Polizeiarbeit sozusagen nachträglich gegen den Angeklagten wendet.

So war es in einem Berufungsverfahren, in dem am Ende leider nichts weiter übrig blieb, als im letzten Augenblick noch die Notbremse zu ziehen.

Angefangen hatte alles mit „Ermittlungen“ gegen den Angeklagten. An deren Ende stand als „Beweis“ nur die höchst fragwürdige Aussage einer Zeugin. Auf die hätte man nie und nimmer eine Verurteilung stützen können. Zumal die Auswertung des Mobiltelefons meines Mandanten rein gar nichts von dem bestätigt hatte, was die Zeugin so behauptete. Ohne Befunde, lautete das erste Ergebnis der Handy-Überprüfung auf irgendwelche belastende Details.

Das hatte auch der Polizeibeamte vor Gericht noch mal bestätigt, der das Handy ausgewertet hat ...

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