Antipolizeitaste in iOS 11: Schutz vor neugierigen Blicken

von Mirko Laudon

Das neue Betriebssystem von Apple – iOS 11 – enthält ein nettes Gimmick, das bereits in der Beta-Phase für Aufsehen in sozialen Medien sorgte: Der „Cop-Button“ oder die Antipolizeitaste. Antipolizeitaste klingt zunächst spektakulärer als es ist – das Betätigen der Taste öffnet einen neuen Sperrbildschirm, der es dem Nutzer ermöglicht, einen Notruf zu tätigen. Viel interessanter aber: Es deaktiviert den Fingerabdruckscanner Touch-ID bzw. Face-ID im neuen iPhone X und forciert die Eingabe des Entsperrcodes. So ist die vertrauliche Kommunikation vor neugierigen Blicken der Ermittlungsbehörden geschützt.

Wie funktioniert die Antipolizeitaste?

Die Antipolizeitaste ist keine Taste im wörtlichen Sinne. Vielmehr versteckt sich hinter diesem Begriff die Möglichkeit, die Touch-ID bzw. die mit dem iPhone X kommende Gesichtserkennung schnell und vor allem unauffällig zu deaktivieren und damit auch den Zugriff auf seine Daten zu erschweren. Vorher bedurfte es eines Neustarts oder der Deaktivierung dieser Funktionen in den Einstellungen, ein umständlicher Weg, der vor allem in Situationen, in denen es mal schnell gehen muss, zu unerwünschten Verzögerungen führt. Wer nun mit iOS 11 in schneller Folge 5 Mal die Einschalttaste betätigt, öffnet nun nicht nur das Notrufmenü, sondern verhindert auch die Entsperrung des iPhones anhand biometrischer Merkmale.

Antipolizeitaste und Datenschutz

Was genau die Antipolizeitaste mit Datenschutz und vor allem mit der Polizei zu tun hat, erschließt sich schnell: Wer Sorge hat, sein iPhone könnte gleich von der Polizei beschlagnahmt werden, deaktiviert durch fünfmaliges Drücken der Einschalttaste schnell in der Hosentasche die Touch-ID. Das führt dazu, dass das iPhone nur noch durch die Eingabe des Passcodes im Sperrbildschirm zu entsperren ist ...

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