Erbfolge gestalten mittels Testament (mit Muster)

Mit einem Testament kann man auf einfache, schnelle und günstige Art die Erbfolge im Falle des Todes abweichend von den gesetzlichen Regelungen bestimmen. Das eigenhändige Testament ist daher die häufigste Form, um den oder die Erben abweichend von der gesetzlichen Erbfolge zu bestimmen, Vermächtnisse anzuordnen und weitere Auflagen oder Bedingungen anzuordnen. Für Ehegatten gibt es darüber hinaus die Möglichkeit, die Erbfolge auch durch ein gemeinschaftliches Testament zu regeln (= Ehegattentestament). Eine Sonderform des gemeinschaftlichen Testaments ist das sog. Berliner Testament, das bei Ehegatten mit gemeinsamen Kindern sehr beliebt ist. Es folgt ein Überblick über die typischen Regelungen in einem Testament mit entsprechenden Beispielen und Vorlagen, die jedoch eine individuelle Beratung im Einzelfall nicht ersetzen können.

Inhalt:

Testierfähigkeit und Testierfreiheit Vorbereitung eines Testaments Einsetzung der Erben Vermächtnis anordnen1. Testierfähigkeit und Testierfreiheit

Vor der eigentlichen Arbeit an einem Testament ist stets zu klären, ob

die Testierfähigkeit (noch) gegeben ist oder die Testierfreiheit durch anderweitige Verfügungen von Todes wegen mit Bindungswirkung beschränkt ist.

a) Testierfähigkeit

Die Rechtsgrundlagen der Testierfähigkeit werden in § 2229 BGB geregelt. Hiernach ist grundsätzlich jeder mit Vollendung des 16. Lebensjahres testierfähig, wobei Minderjährigen bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres nicht alle Testamentsformen offen stehen. Solange eine Testierunfähigkeit nicht positiv festgestellt wurde, besteht eine gesetzliche Vermutung, dass der Erblasser bei Errichtung des Testaments testierfähig war.

b) Beschränkungen der Testierfreiheit

In Art. 14 Abs. 1 GG wird jedem Einzelnen das Recht verliehen, den Inhalt eines Testaments grundsätzlich frei zu bestimmen (= Testierfreiheit) ...

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