Mahnung per Mail oder SMS zulässig?

Das Smartphone vibriert: Eine neue E-Mail. Der Betreff ist Mahnung und auch im Text wird zur Zahlung der aus­stehenden Summe aufgefordert. Das kommt einem erst einmal komisch vor. Denn geht das überhaupt? Dürfen Mahnungen per Mail oder SMS verschickt werden?

Ja, eine Mahnung per E-Mail oder SMS ist zulässig.

Auf den ersten Blick wirkt eine solche E-Mail wie Spam – denn mit falschen Mahnungen versuchen Betrüger auf diesem Wege an Geld zu kommen.

Trotzdem ist die Zahlungs­aufforderung per E-Mail und auch die Zahlungs­aufforderung per SMS zulässig.

Vor allem, wenn Sie in der Rechnung eindeutig darauf hinge­wiesen wurden, wann der Zahlungs­termin ist. Denn dann bedarf es keiner Mahnung, damit Sie in Verzug geraten. In dem Fall wäre eine Mahnung per E-Mail oder SMS ein frei­williger Versuch des Gläubigers, Sie an die fehlende Summe zu erinnern. Grund­sätzlich könnte er auch direkt das gerichtliche Mahn­wesen einleiten.

Wo steht das im Gesetz?

Der Verzug des Schuldners ist in § 286 BGB geregelt. Das Gesetz schreibt hierbei keine bestimmte Form für die Mahnung des außer­gerichtlichen Mahn­verfahrens vor. Theoretisch würde auch ein Telefon­gespräch genügen, um Sie mit der Zahlung in Verzug zu setzen.

Beim gericht­lichen Mahn­verfahren sieht das anders aus. Mehr Informa­tionen unter Mahnverfahren .

Bei Mahnungen per E-Mail oder SMS genau hinsehen

Sie sollten niemals ohne Prüfung auf eine Mahnung per E-Mail oder SMS mit der Zahlung der Summe an die in der Mail oder SMS angegebene Stelle reagieren ...

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