Werbung mit Testergebnissen ohne Angabe des Gesamtergebnisses

von Simone Staudacher

Bei Werbung mit Testergebnissen bestehen eine Vielzahl von wettbewerbsrechtlichen Risiken. In einem vom Landgericht Frankfurt am Main zu entscheidenden Fall wurden in der Werbung alle Testergebnisse der Einzelkategorien aufgeführt, nicht jedoch das Gesamtergebnis. Das werbende Unternehmen wurde auf Unterlassung in Anspruch genommen.

S.Borisov / Shutterstock.com

Ein Unternehmen, das Matratzen über das Internet vertreibt, wurde vom Dachverband der Verbraucherzentralen abgemahnt. Grund war die Werbung des Unternehmens für eine ihrer Matratzen.

Die Matratze wurde zuvor von der Stiftung Warentest getestet. In der Werbung angegeben wurden die verschiedenen Einzelkategorien des Tests mit dem jeweiligen Ergebnis. Die Angaben waren korrekt. Das Gesamtergebnis – die Note „Ausreichend (4,2)“ – wurde nicht aufgeführt. Tatsächlich war das Gesamtergebnis aufgrund des Bewertungssystems schlechter als die Teilnoten vermuten ließen.

Der Dachverband der Verbraucherzentralen hält diese Werbung für irreführend, da beim Kunden der Eindruck erweckt werde, dass die Matratze insgesamt mit guten Ergebnissen bewertet worden sei.

Die Entscheidung des Gerichts

Das LG Frankfurt am Main bejahte mit Urteil vom 14.06.2017 – Az ...

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