Ein paar warme Worte an meine Partei, die SPD



Jetzt ist sie vorbei, die Bundestagswahl 2017. Und meine Partei, die SPD, hat das schlechteste Ergebnis seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland eingefahren. Die CDU übrigens auch – aber das nur am Rande. Ich denke allerdings, dass sich hieraus tatsächlich das für meine Begriffe eher wenig überraschende Ergebnis rauslesen lässt, dass die Wählerschaft jedenfalls von einer großen Koalition gründlich genug hatte. Ich auch. Aber ich war auch schon 2013 dagegen. Schon damals habe ich hiergeschrieben, warum ich dagegen war und ich meine, dass mir seitdem eigentlich jederTag, der ins Land ging, Recht gab.


Als Sozialdemokrat war ich schon 2013 der Meinung, es sei besser, in die Opposition zu gehen. Die Mehrheit in der Partei hat damals anders abgestimmt. Im Großen und Ganzen war man der Meinung, es sei besser, wenigstens ein bisschen an sozialdemokratischen Inhalten durchzusetzen, als überhaupt nichts. Viele hatten auch Sorge, es hätte zu Neuwahlen kommen können und dann wäre die SPD bei höchstens 12 Prozent gelandet. Nun ja. Ich glaube nicht, dass es zu Neuwahlen gekommen wäre. Wahrscheinlich hätte es schwarz-grün gegeben, weil die Kanzlerin angesichts von schon damals 4,7 Prozent für die AfD und damit auch angesichts eines dann drohenden Einzugs dieser Partei in den Bundestag im Falle von Neuwahlen viel mehr Angst davor gehabt hätte, als wir. Und die Zahl 12 Prozent habe ich noch nie verstanden, wo die eigentlich herkam. Nun ja, so gingen wir eben in die große Koalition und machten dort fortan Sozialdemokratie light. Sorry, aber mehr war es nicht. Sigmar Gabriel sprach zwar damals von einer deutlichen sozialdemokratischen Handschrift im Koalitionsvertrag aber erkennen konnte ich diese bis heute nicht.


Die Entscheidung, jetzt in die Opposition zu gehen, ist meines Erachtens die richtigste Entscheidung, die die SPD nach der Wahl von Martin Schulz zum Bundesvorsitzenden getroffen hat ...

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