Das Recht auf Datenübertragbarkeit

von Dr. Datenschutz

Ab dem 25.05.2018 ist mit der Datenschutz-Grundverordnung auch das Recht auf Datenübertragbarkeit anzuwenden. Die Praxis sieht sich mit erheblichen praktischen Umsetzungsschwierigkeiten und Rechtsunsicherheiten konfrontiert. Wie das Recht auf Datenübertragbarkeit anzuwenden und was dabei zu beachten ist, soll in diesem Fachbeitrag dargestellt werden.

Anwendungsbereich und Zweck

Die Artikel-29-Datenschutzgruppe beschreibt die Ziele des neuen Rechts auf Datenübertragbarkeit kurz so:

„The new right to data portability aims at empowering data subjects regarding their own personal data as it facilitates their ability to move, copy or transmit personal data easily form one IT environment to another (whether to their own systems, the systems of trusted third parties or those of new data controllers).“

Mit dem Recht auf Datenübertragbarkeit zielt der europäische Gesetzgeber im Wesentlichen auf eine Stärkung des Datenschutzes, des Verbraucherschutzes und des Wettbewerbs um datenschutzfreundliche Technologien ab. Letztlich soll vor allem die Kontrolle über die eigenen Daten der betroffenen Personen gestärkt werden (vgl. Erwägungsgrund 68). Der europäische Gesetzgeber hat dabei insbesondere die Fälle vor Augen, in denen beispielsweise ein Nutzer

  • eines sozialen Netzwerks
  • eines Film- oder Musikportals
  • eines E-Mail-Providers/einer Webmail-Applikation
  • eines Cloud-Anbieters
  • von Treue- und Bonuskarten oder
  • mobiler Apps

den Anbieter wechseln möchte. Das Recht auf Datenübertragbarkeit soll dabei einen einfachen und unkomplizierten Anbieterwechsel ermöglichen, den heutzutage noch viele Nutzer wegen einer Vielzahl unterschiedlicher Hürden scheuen (sog. „Lock-in-Effekt“) ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK