Abmahnung IDO Interessenverband bei DaWanda

von RAin Lachenmann

Mir liegt eine erneute Abmahnung des IDO Interessenverbands für das Rechts- und Finanzconsulting deutscher Online-Unternehmen e.V. gegen eine Mandantin vor.

Wie lautet der Vorwurf des IDO-Interessenverbands?

Nachdem der IDO-Interessenverband zunächst viele eBay-Händler abgemahnt hat, geht er nun verstärkt auf DaWanda-Händler los. Meine Mandantin wurde abgemahnt, weil sie in ihrem Angebot auf der Verkaufsplattform DaWanda den Verbraucher nicht über das Widerrufsrecht und über das gesetzliche Mängelhaftungsrecht informiert hat. Darüber hinaus wurde ihr vorgeworfen, nicht § IV der DaWanda AGB berücksichtigt zu haben, der vorschreibt, dass der Händler nicht nur eine unverbindliche Aufforderung zur Abgabe eines Angebots abgibt, sondern selbst ein Angebot abgibt, das der Verbraucher durch den Button „kostenpflichtig bestellen“ annimmt – entsprechend der „Sofort-Kauf“ Möglichkeit bei eBay.

Sind die Vorwürfe berechtigt?

Leider muss ich im Fall meiner Mandantin sagen: Ja!

Die Mandantin hatte nicht über das Widerrufsrecht und die gesetzlichen Mängelhaftungsrecht informiert. Zudem gibt der Händler auf der Handelsplattform DaWanda nach den Vorschriften von DaWanda ein festes Angebot ab, das der Verbraucher durch das Anklicken des „kostenpflichtig bestellen“-Buttons anklickt, das hatte die Mandantin nicht beachtet.

Leider verwenden Onlinehändler immer noch veraltete Widerrufsbelehrungen, obwohl das Fernabsatzrecht bereits am 14.6.2014 (!) umfangreich geändert wurde. Es gibt immer noch Händler, die keine Widerrufsbelehrung vorhalten ...

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