Rezension: Vorsorgerecht

von Dr. Benjamin Krenberger

Rezension: Vorsorgerecht

Kurze, Vorsorgerecht, 1. Auflage, C.H. Beck 2017

Von Richter als Notarvertreter Dr. Christian Schnabel, Schwäbisch Hall

Mit seinem Titel „Vorsorgerecht“ hat das vorliegende Werk gegenwärtig ein Alleinstellungsmerkmal auf dem juristischen Büchermarkt. Der Untertitel „Vollmacht, Patientenverfügung, lebzeitige Verfügungen“ erläutert, was Autoren und Verlag unter dem noch nicht sehr geläufigen Begriff des Vorsorgerechts verstehen. Die grundsätzliche Berechtigung eines Buchs zu diesem Thema kann vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und einer Zunahme des Anteils älterer Menschen an der Bevölkerung besteht sicherlich.

Wer nun hofft, in dem hier besprochenen Werk Muster für General- und Vorsorgevollmachten, Patientenverfügungen oder Ähnliches wie etwa Betreuungsverfügungen oder Bestattungsverfügungen zu finden, wird spätestens durch einen Blick in das Inhaltsverzeichnis enttäuscht. Das Buch ist in erster Linie ein klassischer Kommentar. Auf den ersten 428 von insgesamt 593 Seiten werden ausgewählte Vorschriften aus dem BGB kommentiert. Es folgen Kommentierungen einzelner Normen anderer Gesetze etwas des EGBGB oder des StGB. Auch das Übereinkommen über den internationalen Schutz von Erwachsenen (ErwSÜ) wird erläutert. Als Anhang 1 ist das Arbeitspapier zum Verhältnis von Patientenverfügung und Organspendeerklärung der Bundesärztekammer und als Anhang 2 sind die Empfehlungen der Bundesärztekammer und der Zentralen Ethikkommission bei der Bundesärztekammer zum Umgang mit Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung in der ärztlichen Praxis beigefügt. Der Aufbau als Kommentarwerk ist der im Vorwort erklärten Absicht des Herausgebers geschuldet, gerade nicht ein weiteres Werk zur Unterstützung der kautelarjuristischen Tätigkeit auf den Markt zu bringen ...

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