Rezension: Der Verletzte im Strafverfahren

von Dr. Benjamin Krenberger

Rezension: Der Verletzte im Strafverfahren

Daimagüler, Der Verletzte im Strafverfahren, Handbuch für die Praxis, 1. Auflage, Verlag C.H. Beck 2016

Von Rechtsanwältin Julia Schenke, Schneverdingen

Die Vertretung von Personen im Bereich des sog. Opferschutzes weist ein weites Feld rechtlicher Handhabungen auf, die geeignet sein können, eine umfangreiche Interessenvertretung der Opfer zu ermöglichen. Allerdings ist es sowohl im außergerichtlichen- als auch im gerichtlichen Bereich mit der Übersichtlichkeit der weit gestreuten Regelungen innerhalb verschiedener Rechtsgebiete (u.a. Straf-, Zivil- und Sozialrecht) nicht weit her und die immer wieder unternommenen oder auch nur angedachten Reformen der Stärkung von Opfern von Straftaten erleichtern die Übersicht nicht unbedingt. Zudem scheint es bei manchem Beteiligten im Rahmen von Opferschutzverfahren, ganz gleich ob im gerichtlichen oder außergerichtlichen Bereich, an tiefergehenden Kenntnissen zu fehlen, so dass sich solche ohnehin meist langwierigen Verfahren oftmals noch zusätzlich in die Länge ziehen. Da verwundert es nicht, dass wirklich brauchbare Literatur in diesem Bereich rar gesät ist.

Umso erfreulicher ist das Erscheinen des vorliegenden Werkes, welches mit Daimagüler einen insbesondere in strafrechtlichen Großverfahren erfahrenen Rechtsanwalt aufweist. Bekannt ist Daimagüler spätestens aufgrund der Vertretung von Familien der Opfer im NSU-Verfahren.

Inhaltlich geht das Buch zum einen auf den präventiven Opferschutz ein und behandelt diesbezüglich u. a. die Schutzanordnungen nach dem GewSchG und erläutert Besonderheiten bei Opfern häuslicher Gewalt. In diesem Zusammenhang wird auch auf die möglichen Maßnahmen wie die Beschränkung des Umgangsrechts, § 1684 Abs ...

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