Der Mandant – das unbekannte Wesen?

In der Netflix-Serie „Daredevil“ arbeitet Matt Murdock, die anwaltliche Tagesidentität des titelgebenden Helden, oft pro bono. Das füllt zwar nicht den Kühlschrank, erspart ihm aber die Sorge, ob sein Honorar überhaupt bezahlt werden kann. In der Realität ist es andersherum: Anwälte stellen Honorare in Rechnung, haben dafür aber Ungewissheit.

Menschenkenntnis, Grundvertrauen oder doch Misstrauen?

Vor etwas mehr als einem Jahr hatten wir hier ja schon einen Beitrag zu den BGH-Urteilen, wie wirksame Vergütungsvereinbarungen aufgesetzt werden sollten. In eine vergleichbare Richtung stieß auch der Beitrag zur Frage, wie eine Honorarvereinbarung bei einem Erbstreit mit ungewisser Dauer aussehen sollte.

So sinnvoll es jeweils ist, sich an diese Anregungen zu halten, gibt es in beiden Fällen eine Schwachstelle: Ein Anwalt kann einem Mandanten nur vor die Stirn schauen. Wenn dieser nicht zahlen wird, weil er nicht zahlen will oder nicht zahlen kann… dann hilft auch keine Vereinbarung darüber, in welcher Höhe die Vergütung vereinbart wird und wie die Zahlungsmodalitäten sind.

Aber was soll ein Anwalt dann machen: Pauschal auf Vorkasse und Zwischenzahlungen bestehen? Das wird einige Mandanten so richtig vor den Kopf stoßen. Grundsätzlich mit Urvertrauen in die Mandate gehen? Das wird zu Außenständen und auch Ausfällen führen. Aus dem Bauch und auf den ersten Eindruck die eine oder die andere Option ziehen? Heutzutage sagt Optik nur bedingt etwas über die Liquidität eines Mandanten ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK