AlgorithmWatch – Wo ist sie hin, die Filterblase?

von Dr. Datenschutz

Bereits im Sommer wurde hier im Blog über die möglichen Auswirkungen von Big Data im Zusammenhang mit den (Bundestags-)Wahlen berichtet. In diesem Artikel wurde auch auf das Projekt „Datenspende: Google und die Bundestagswahl 2017“ von AlgorithmWatch verwiesen, zu welchem nun wie versprochen der Zwischenbericht vorgestellt werden soll.

Ziel des Projektes

AlgorithmWatch ist eine Initiative der Forscher Lorena Jaume-Palasí, Lorenz Matzat, Matthias Spielkamp und Prof. Dr. Katharina Anna Zweig und wird unterstützt durch die Landesmedienanstalten von Hessen, Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Saarland und Sachsen. Mit dem Projekt möchte das Team unter anderem rausfinden, wie der Suchmaschinen-Gigant Google tickt und wie hoch etwa der Anteil von personalisierten Suchergebnissen ist.

„Tatsächlich wissen wir sehr wenig darüber, wie sie Informationen gewichten und anzeigen.“

Die Theorie der Filter Bubble

Mit ins Rollen brachte dieses Projekt die Theorie über die Filter Bubble. 2011 sorgte nämlich der Amerikaner Eli Pariser für Aufregung, als er anhand eines Beispiels aus seinem Freundeskreis zeigte, wie unterschiedlich die Suchergebnisse zweier Nutzer bei der Suche nach dem gleichen Begriff sein können. Zum Thema „Ägypten“ wurden zum einen verschiedene Reisetipps angezeigt und zum anderen alles um die politische Krise des Landes. Pariser warnt in seinem Buch („The Filter Bubble: What The Internet Is Hiding From You“) daher vor der Gefahr, dass die Menschen nicht mehr mit anderen Sichtweisen als ihrer eigenen konfrontiert werden

Der Zwischenbericht

Die Datensammlung soll noch bis nach der Bundestagswahl laufen, doch die Forscher haben bereits einen Zwischenbericht veröffentlicht, der vielleicht etwas überraschen mag. Rund 3 Mio. Datensätze wurden bereits ausgewertet und es kam heraus:

  • Bei den Suchergebnissen ist nur wenig Raum für eine Personalisierung ...
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