Im Gespräch mit Michael Wiener, Geschäftsführender Gesellschafter der Holdinggesellschaft des Grünen Punkts

(c) Nanna Heitmann/Der Grüne Punkt

Es ist noch nicht allzu lange her, da konnte der Gesetzgeber nach langem Ringen den Vollzug in Sachen Verpackungsgesetz vermelden (wir berichteten). Das Gesetz, das nach parlamentarischer Verabschiedung nunmehr zu Beginn 2019 in Kraft tritt, soll einige Webfehler des bestehenden Dualen Systems beseitigen. Insbesondere mit der Einrichtung einer sog. Zentralen Stelle soll verhindert werden, dass einzelne der insgesamt zehn Systembetreiber wie bisher beim sog. Clearing der Verpackungsmengen zu niedrige Mengenmeldungen abgeben und sich damit in erheblichem Maße der adäquaten Kostenlast entziehen. Glaubt man der Bundesregierung, sind jene Probleme mit dem Verpackungsgesetz endgültig gelöst. Soweit, so gut, möchte man also meinen.

Doch kaum ist an der parlamentarischen Front in Sachen Verpackungsgesetz ein wenig Ruhe eingekehrt und konzentriert man sich dort auf die anstehenden Bundestagswahlen, wird es im Verpackungsmarkt schon wieder unruhig.

Grund ist, dass auch bei den letzten Mengenmeldungen der Systembetreiber für das Jahr 2016 derartige Ungereimtheiten auftraten, dass sich zunächst drei Systembetreiber dazu entschlossen, die bestehenden Verträge zum Clearing zu kündigen und ein separates Clearingsystem zu etablieren. Vier weitere Systembetreiber folgten kurze Zeit später, von denen immerhin einer auch die neuen Clearing-Verträge der drei „Rebellen“ gezeichnet hat, so dass inzwischen sieben der zehn Systembetreiber am Aufbau eines gesonderten Clearingsystems arbeiten. Nach Marktanteilen sind dies immerhin 80+ Prozent.

Kurzum: Die Presse berichtet und der Verbraucher schüttelt irritiert den Kopf – was ist hier nur los? Michael Wiener, geschäftsführender Gesellschafter der Holdinggesellschaft des Grünen Punkts, gibt uns Einblick in die Hintergründe der aktuellen Entwicklungen ...

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