Bundesfinanzhof: Scheidungskosten nicht mehr steuerlich absetzbar

Bundesfinanzhof: Scheidungskosten nicht mehr steuerlich absetzbar Entscheidung des FG Köln mit Urteil vom 18.05.2017 (Az. VI R 9/16)

Nachdem das Finanzgericht Köln mit Urteil vom 13.01.2016 (Az. 14 K 1861/15) entschieden hatte, dass die Kosten des Ehescheidungsverfahrens steuerlich als außergewöhnliche Belastungen geltend gemacht werden können, hob der Bundesfinanzhof diese Entscheidung des FG Köln mit Urteil vom 18.05.2017 (Az. VI R 9/16) nun auf und entschied in Abkehr von der bisherigen Rechtsprechung, dass Scheidungskosten nicht mehr als außergewöhnliche Belastung abziehbar sind.

Der Fall: Die Klägerin hatte in ihrer Einkommenssteuererklärung rund 2.500,00 Euro an Rechtsanwaltskosten und Gerichtsgebühren als Scheidungskosten geltend gemacht. Da das Finanzamt es ablehnte, die Scheidungskosten als außergewöhnliche Belastungen zu berücksichtigen, erhob die Klägerin vor dem Finanzgericht Köln Klage und hatte vor dem FG Köln auch Erfolg (vgl. Beitrag vom 19.04.2016). Das FG Köln ging davon aus, dass es sich bei den Kosten des Scheidungsverfahrens um außergewöhnliche Belastungen im Sinne des § 33 EStG handele, die aufgrund der Zerrüttung der Ehe auch zwangsläufig entstünden. Da die Kosten des Scheidungsverfahrens nach Ansicht des FG auch keine Prozesskosten im Sinne der Vorschrift darstellten, seien sie auch nicht von der Ausschlussregelung des § 33 Abs. 2 S. 4 EStG erfasst.

Die Entscheidung: Gegen die Entscheidung des FG Köln legte das Finanzamt Revision ein und bekam nun Recht ...

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