AG Cottbus: Brandenburger darf nicht „Apfelkönigin“ werden

von Jannina Schäffer

Marco Steidel (42) will unbedingt“ Apfelkönigin“ einer brandenburgischen Kleinstadt werden. Nachdem er bei der offiziellen Wahl gescheitert war, versuchte er, die amtierende Apfelkönigin mit Hilfe einer Klage vom Thron zu stoßen.

Daher trafen sich der Beinahe-Apfelkönig und seine Konkurrentin Antonia Lieske (21) in einem Verhandlungssaal des Amtsgerichtes (AG) Cottbus wieder. Sogar der Bürgermeister der Kleinstadt kam zum Prozessauftakt. Er steht der ganzen Sache aber kritisch gegenüber: „Die Sache ist für mich kaum noch zu ertragen. Dass sich die Justiz mit dieser Posse beschäftigen muss.“

Seit 2016 erstmals auch männliche Bewerber erlaubt

Bereits im September 2016 wurde die Apfelkönigin vom Festpublikum auf dem „Apfelfest“ gewählt. Vor Gericht erscheinen in den Zuschauerrängen auch viele Besucher des damaligen Apfelfests. Sie sind sich einig, dass Marco Steidel ein „schlechter Verlierer“ sei und aus „gekränktem Stolz“ handele. Bereits seit 1995 wird die Krone vergeben. Antonia Lieske ist Apfelkönigin Nummer 22. Im Jahr 2016 hatte der örtliche Tourismusverein erstmals männliche Bewerber für das würdevolle Ehrenamt zugelassen.

Der Beinahe-Apfelkönig will die Wahl zur Apfelkönigin vom 19. September 2016 vor Gericht für ungültig erklären lassen. Außerdem verklagte er den Veranstalter auf 5.000 € Schadensersatz ...

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