Werbegutscheine – und die Vertragsstrafe für teilnehmende Gastwirte

In den Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Herausgebers des Gutscheinheftes “Schlemmerblock” kann eine Vertragsstrafe von 2.500 € für jeden vorsätzlichen Vertragsverstoß des Gastwirts nicht wirksam vereinbart werden.

Dies entschied jetzt der Bundesgerichtshof auf die Klage der Herausgeberin des Gutscheinheftes “Schlemmerblock”. Sie bietet Gastwirten aus der Region an, darin zweiseitige Anzeigen zu veröffentlichen. Die Gastwirte verpflichten sich im Gegenzug dazu, den Erwerbern eines “Schlemmerblocks” bei Vorlage der mit den Anzeigen verbundenen Gutscheine und Abnahme von zwei Hauptgerichten das günstigere Hauptgericht kostenlos zu gewähren.

Zur Sicherung ihres Geschäftsmodells enthalten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der “Schlemmerblock”-Herausgeberin eine Vertragsstrafenklausel. Danach verpflichtet sich der Gastwirt, bei einem vorsätzlichen Verstoß gegen seine vertraglich übernommenen Pflichten eine Vertragsstrafe in Höhe von 2.500 € für jeden Fall der Zuwiderhandlung an die “Schlemmerblock”-Herausgeberin zu zahlen, jedoch maximal einen Gesamtbetrag von 15.000 €.

Der Gastwirt, der eine Gaststätte betreibt, schloss mit der “Schlemmerblock”-Herausgeberin einen solchen Vertrag über die Aufnahme in den “Schlemmerblock” für das Jahr 2015. Anfang des Jahres 2015 beschwerten sich mehrere Erwerber eines “Schlemmerblocks” bei der “Schlemmerblock”-Herausgeberin über die Nichteinlösung von Gutscheinen. Auf Anfrage der “Schlemmerblock”-Herausgeberin erklärte der Gastwirt, er serviere als kostenloses Essen nur kleinere Portionen, das Rumpsteak gehöre nicht zu den Hauptgerichten und künftig wolle er überhaupt keine “Schlemmerblock”-Gutscheine mehr einlösen. Die “Schlemmerblock”-Herausgeberin verlangte daraufhin vom Gastwirt die Zahlung einer Vertragsstrafe in Höhe von 2.500 € ...

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