Goldene Rolex ist kein Hausrat

Wenn der Einbruchsschutz versagt, greift der Versicherungsschutz. Diese Hoffnung hatte ein bestohlener Uhrenliebhaber, der vorsichtigerweise eine Hausratsversicherung abgeschlossen hatte. Das OLG Frankfurt/Main machte diese Hoffnung durch sein Urteil vom 26. Juli 2017 zunichte.

Der Bestohlene verlangte von seiner Hausratversicherung eine Entschädigung in Höhe des Wiederbeschaffungswertes für zwei entwendete Uhren von rund 80.000 Euro. Seine Begründung: es handele sich bei den Uhren nicht um Wertsachen, sondern um Hausrat. Hauptzweck der Uhren sei nicht das „Schmücken des Trägers, sondern das Zeitmessen“.

Eine gewagte Behauptung angesichts der Tatsache, daß es sich bei den Zeitmessern um eine Rolex-Herrenuhr Yacht-Master II aus massivem 18 Karat Weißgold und Platin sowie eine mit Brillanten besetzte Damenarmbanduhr aus Gelbgold gehandelt hatte. Beide Uhren hatte das Diebstahlsopfer nicht in einem Safe aufbewahrt.

Dem Versicherungsvertrag lagen die Allgemeinen Bedingungen VHB 97 zu Grunde. Diese Bedingungen enthielten u.a. eine Höchstgrenze für die Entschädigung von Wertsachen je Versicherungsfall. Wertsachen sind gem. § 19 VHB 97 insbesondere „Schmucksachen“ sowie „alle Sachen aus Gold oder Platin“ ...

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