Scheidungskosten absetzen – Scheidung und Steuern

  1. Grundlegendes zur Ehe und Steuern
  2. Steuerliche Veranlagung im Trennungsjahr
  3. Wechsel der Steuerklasse
  4. Aufteilung von Steuererstattung und Steuerschuld
  5. Unterhaltszahlungen absetzen
  6. Auswirkung von Trennung und Scheidung auf die Unterhaltsberechnung
  7. Trennungs- und Scheidungskosten absetzen
  8. Kinderbezogene Steuerermäßigungen
  9. Weitere steuerrechtliche Bezüge
  10. Fazit
1. Grundlegendes zur Ehe und Steuern

Mit der Eheschließung ändern sich die Möglichkeiten der Besteuerung, was oftmals finanzielle Vorteile für die Ehegatten mit sich bringt, sofern beide steuerpflichtig sind.

26 EStG ist die zentrale Vorschrift für Eheleute im Einkommenssteuergesetz. Sie beschäftigt sich mit der Veranlagung von Ehegatten. Eheleute können hiernach wählen, ob sie steuerlich einzeln oder zusammen veranlagt werden wollen. Ohne Erklärung der Eheleute werden diese zusammen veranlagt.
Zu beachten ist, dass die Regeln für Ehegatten auch schon vor der Einführung der „Ehe für alle“ auch für eingetragene Lebenspartner galten, wie das Bundesverfassungsgericht in einem Beschluss aus dem Jahr 2013 entschieden hat (Az. 2 BvR 909/06).

Bei der Zusammenveranlagung, welche auch als „Ehegattensplitting“ bezeichnet wird, werden die Einkünfte der Eheleute zusammengerechnet und beiden gemeinsam zugerechnet als wären sie ein Steuerpflichtiger. Grundsätzlich beträgt die gemeinsame Einkommenssteuer dann das Zweifache des Betrages, der sich für die Hälfte ihres gemeinsam zu versteuernden Einkommens ergibt (§ 32a Abs. 5 EStG).

So führt die Zusammenveranlagung meist zu einer geringeren Steuerlast. Sie lohnt sich umso mehr, je größer die Differenz der Einkünfte der Partner ist ...

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