Rezension: FamFG

von Dr. Benjamin Krenberger

Haußleiter, FamFG, 2. Auflage, C.H. Beck 2017


Von RAG Dr. Benjamin Krenberger, Landstuhl




Das Werk zum FamFG gehört zur „gelben Reihe“ der Beck’schen Kommentare. Das bedeutet, der Leser erhält auf engstem Raum eine für die Praxis (und in der Regel auch für die Ausbildung) passende Erläuterung eines Gesetzeswerks. Daran muss sich ein solches Werk messen lassen. Ein entsprechend spezialisiertes Autorenteam sorgt für die Vermittlung des nötigen Fachwissens, da das FamFG ja nicht nur das Familienrecht, sondern auch weitere Themen umfasst, etwa das Betreuungsrecht oder das Nachlassrecht. Inklusive Verzeichnissen warten inzwischen fast 1500 Seiten auf den Leser.


Die Gestaltung des Kommentars bietet das bekannte Erscheinungsbild mit dichtem Textfluss, in den Text eingebettete Hinweise auf Rechtsprechung und Literatur sowie Hervorhebungen durch Fettdruck. Neuerungen, dass wie etwa im „Thomas/Putzo“ aus derselben Reihe ausbildungsgeeignete Tenorierungsvorschläge enthalten wären, sucht man allerdings meist vergeblich (eine lobenswerte Ausnahme findet man z.B. in § 323 FamFG, Rn. 9).


Nachdem ich bislang im FamFG immer mit anderen Werken gearbeitet hatte, habe ich den Kommentar einmal quergelesen, um mir ein Bild zu verschaffen. Der Eindruck, was die direkte praktische Anwendung angeht, ist gemischt. Im Allgemeinen Teil zum Beispiel empfinde ich viele Kommentierungen zu abstrakt. Etwa im Rahmen des § 6 FamFG hätte ich in Rn. 17 ff. spezifisch familienrechtlich geprägte Beispiele für die Frage der Befangenheit erwartet und auch bei Rn. 21a hätte ich mir eine Wechselbeziehung zu § 163 FamFG gewünscht: wie weit darf der Sachverständige gehen bei seinem Bemühen um die Herbeiführung einer Einigung? Das gleiche Bild in § 7 FamFG, dort Rn. 8 ff ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK