Bürgermeister hängt AfD-Plakat ab und zeigt sich an

In der Gemeinde Ebstorf (Niedersachsen) hat ein Bürgermeister ein AfD-Plakat abgehängt und sich anschließend selbst angezeigt.

Auf Facebook teilt er mit, er habe das Plakat persönlich abgehängt. Er bietet nun an, es an anderer Stelle wieder aufzuhängen. Aus seiner Sicht sei das Schild eine gezielte Provokation. Als Vorsitzender eines Sportvereins wollte er nicht, dass seine Mitglieder an diesem Plakat vorbeigehen müssen.

Hier sein Statement im Originalwortlaut:

„An die hiesige AfD.

Hiermit teile ich Ihnen mit, dass ich persönlich das anliegende Schild vor den Toren der Geschäftsstelle des TuS Ebstorf in der Bahnhofstraße entfernt habe. Das Schild ist unversehrt und sie können mir mitteilen wo dieses anstatt aufgehängt werden soll. Gerne können sie rechtliche Schritte gegen mich einleiten, allerdings habe ich mich bereits dahingehend heute selber angezeigt.
Der Grund meiner Entnahme des Schildes ist sehr einfach formuliert. Der TuS Ebstorf besteht wie alle Sportvereine Deutschlands zu einem großen Teil aus Menschen mit Migrationshintergrund, verschiedener Religionen, sind schwul oder lesbisch und was auch sonst immer. Das gemeinsame Ziel aller ist der gemeinsame Sport, der Spaß und auch hier und da der Erfolg. Wenn die Sportlerinnen und Sportler für etwas kämpfen, siegen oder auch verlieren, ist es maximal der Verein oder der Ort, egal ob für Deutschland, für Hamburg oder Ebstorf ...

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