Anschlussberufung – und der säumige Berufungsbeklagte

Über die Anschlussberufung ist trotz Säumnis der Beklagten im Termin zusammen mit der Berufung zu befinden, da die Anschließung nach § 524 Abs. 1 ZPO kein Rechtsmittel ist1, weshalb § 539 Abs. 1 ZPO nicht greift und auch kein Fall des Wirkungsverlustes nach § 524 Abs. 4 ZPO vorliegt.

Die Anschlussberufung ist vielmehr vom Hauptrechtsmittel abhängig2. Haupt- und Anschlussrechtsmittel lassen nicht zwei getrennte Prozesse in der Berufungsinstanz entstehen, sondern führen – ebenso wie wechselseitige Berufungen gegen das Urteil – zu nur einem Verfahren. Über Haupt- und Anschlussrechtsmittel ist daher gemeinsam zu verhandeln3.

Die Anschließung nach § 524 ABs ...

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