Trendprodukt Gin – Die rechtliche Einordnung

Vor rund anderthalb Jahren hatten wir hier im Blog schon mal einen Genussartikel, genauer: zu Craft Beer und Recht. Aus dem Sommerurlaub hat einer der Kollegen nun eine kleine Kollektion Gin mitgebracht – und einen zweiteiligen Bericht produziert. Erst geht es um Recht und Geschichte, dann um Marketing und Genuss.

Ein kurzer Ritt durch die Geschichte

Die Geschichte des Gin lässt sich relativ leicht erzählen und geht in der verkürzten Form so: Die populäre niederländische Spirituose Genever wanderte erst über das Fußvolk (englische Soldaten, die zur Unterstützung der Niederländer am Achtzigjährigen bzw. Spanisch-Niederländischen Krieg teilnahmen) und dann die Spitze der Elite (Wilhelm III. von Oranien-Nassau, ab 1689 englischer König) über den Kanal auf das britische Eiland.

Marketing gibt es Morgen, heute die rechtlichen Grundlagen.

Dort wurde Gin aufgrund verschiedener regulatorischer Maßnahmen (Importverbot für französische Waren, „Distilling Act“ zur erleichterten Gin-Produktion, erhöhte Importzölle für Alkohol) so populär, dass ein „Gin Craze“ in den armen Bevölkerungsschichten die Folge war.

Weitere Gesetze führten zu einer Normalisierung des Konsums, die Oberschicht stieg auf das Produkt ein und auch die Seeleute durften per ordre de mufti den Wacholdertrank konsumieren. Der Grund: Das chininhaltige, damals sehr bittere Indian Tonic Water wurde in der Royal Navy zum Schutz vor Malaria getrunken – und Gin verbesserte den Geschmack der „Medizin“.

Durch Verfeinerungen der Rezepturen (u.a. Zusetzen von Zucker) und Verfahren (Säulendestillerie) konnte sich Gin über die Zeitläufte halten.

Die rechtlichen Grundlagen für Gin

Bei der weiteren Annäherung hilft uns freies Zitat nach Lehrer Bömmel: „Also, wat is en Gin? Da stelle mehr uns janz dumm.“

Lassen wir den reinen Produktionsprozess mal außer acht und nähern uns von der rechtlichen Seite ...

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