Suche auf eigenes Risiko – Unfallversicherungsschutz

von Wolf M. Nietzer

Das Arbeitsrecht ist bekannt für seine kuriosen Fälle. Sei es die Frage inwieweit häufige Toilettenbesuche eine Gehaltskürzung rechtfertigen (Az. 6 Ca 3846/09) oder, ob der Arbeitgeber die Farbe der Unterhose eines Mitarbeiters bestimmen darf (Az. 3 TaBV 15/10).

Das Sozialgericht Landshut durfte sich am 31. Juli 2017 mit einem derart untypischen Sachverhalt beschäftigen (Az. S 13 U 243/16). Ein Arbeitnehmer ging nach seiner Spätschicht auf einem gepflasterten Gehweg nach Hause. Plötzlich fiel ihm ein, er müsse nach seiner Katze Ausschau halten. Dafür entfernte er sich einen Meter vom Gehweg und betrat das angrenzende Rasenstück. Auf dieser Grünfläche rutschte er in der Folge aus und zog sich eine Schulterverletzung zu. Fraglich war, ob bezüglich dieser Verletzung die gesetzliche Unfallversicherung greift.

Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung werden in Anspruch genommen, wenn ein Arbeitnehmer einen Arbeitsunfall erleidet. Nach § 8 I SGB VII ist der Arbeitsunfall ein solcher Unfall, der infolge einer den Versicherungsschutz begründenden Tätigkeit geschieht ...

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