Wiederholte Befristungen mit Schauspielern einer Serie können durch die Eigenart der Arbeitsleistung gerechtfertigt sein

Wiederholte Befristungen mit Schauspielern einer Serie können durch die Eigenart der Arbeitsleistung gerechtfertigt sein

September 6, 2017

Die Eigenart der Arbeitsleistung i.S.d. § 14 Abs. 1 S. 2 Nr. 4 TzBfG kann die Befristung eines Arbeitsvertrags einer Filmproduktionsgesellschaft mit einem Schauspieler sachlich rechtfertigen, der aufgrund wiederholter befristeter Arbeitsverträge jahrelang für dieselbe Rolle (hier: Kommissar einer Krimiserie) engagiert wurde.

Der Kläger ist Schauspieler und spielte in der vom ZDF ausgestrahlten und von der Beklagten im Auftrag des ZDF produzierten Serie “Der Alte” fast 18 jahrelang den Kommissar “Axel Richter”. Die Parteien schlossen dafür sog. “Schauspielerverträge” ab, die sich jeweils auf einzelne Folgen oder auf die Folgen eines Kalenderjahres bezogen. Es wurde eine Pauschalvergütung pro Folge vereinbart (zuletzt bis zu EUR 20.000,–). Zuletzt wurde mit dem Kläger ein solcher Vertrag für die Folgen Nr.391 und 392 für insgesamt 16 Drehtage in der Zeit vom 18.10. bis zum 18.11.2014 geschlossen. Die Beklagte teilte dem Kläger sodann mit, dass sein Engagement für die Rolle mit diesen beiden Folgen endete und kündigte dem Kläger vorsorglich fristlos, hilfsweise ordentlich zum nächstmöglichen Termin. Der Kläger war der Auffassung, die Befristung des zuletzt geschlossenen Arbeitsvertrags sei mangels Sachgrundes unwirksam. Zudem liege eine unzulässige Kettenbefristung vor ...

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