Das elterliche Sorgerecht

Die über allem stehende Pflicht der Eltern ist das elterliche Sorgerecht. Die Eltern müssen sich um ihr Kind sorgen, es pflegen und erziehen.

Inhalt des Sorgerechts

Beim Sorgerecht wird zwischen der Personensorge und der Vermögenssorge unterschieden. Zudem ist derjenige, der sorgeberechtigt ist, auch gesetzlicher Vertreter des Kindes.

Die Personensorge umfasst dabei nach § 1631 BGB die Pflege, Erziehung und Beaufsichtigung des Kindes und dessen Aufenthaltsbestimmung. Je nach Alter und Entwicklungsstand des Kindes sind dabei auch Wünsche des Kindes zu berücksichtigen und mit in die Entscheidung einzubeziehen.

Im Rahmen der Vermögenssorge müssen die Eltern das Vermögen des Kindes verantwortungsbewusst verwalten. Aufgrund der fehlenden Einflussmöglichkeiten des Kindes sind hier den Eltern bei großen Vermögenswerten Grenzen gesetzt. In diesen Fällen bedürfen sie der Genehmigung des Familiengerichts.

Gemeinsames Sorgerecht

Beim gemeinsamen Sorgerecht steht beiden Eltern, der Mutter und dem rechtlichen Vater, die elterliche Sorge gemeinschaftlich zu. Die Entscheidungen liegen bei beiden Personen, ebenso wie die gesetzliche Vertretung. Ein Elternteil darf grundsätzlich keine Entscheidung gegen den Willen des anderen Elternteils treffen.

Das Sorgerecht steht den Eltern immer dann gemeinsam zu, wenn sie bei der Geburt des Kindes miteinander verheiratet waren. Dies gilt auch, wenn der Ehemann nicht der leibliche Vater des Kindes ist und seine Vaterschaft nicht erfolgreich angefochten hat.

Sind die Kindseltern nicht miteinander verheiratet, hat die Mutter des Kindes zuerst einmal das alleinige Sorgerecht. Die Eltern können jedoch, nach Anerkennung der Vaterschaft durch den Kindsvater, eine gemeinsame, öffentlich beglaubigte Sorgerechtserklärung abgeben und somit das gemeinsame Sorgerecht erlangen ...

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