Für den „Hund am Arbeitsplatz“ gilt Gleichbehandlung

von Thorsten Blaufelder

Darf ein Arbeitnehmer seinen Hund mit zur Arbeit nehmen, müssen aus Gleichheitsgründen auch andere Kollegen ihren Vierbeiner nicht zu Hause lassen. Nur mit einer sachlichen Begründung kann der Arbeitgeber Hundehalter unterschiedlich behandeln und das Mitbringen eines konkreten Hundes verbieten, entschied das Arbeitsgericht Bonn in einem kürzlich bekanntgegebenen Urteil vom 09.08.2017 (AZ: 4 Ca 181/16).

Schäferhund war bei der Arbeit stets mit dabei

Im konkreten Fall hatte ein Ehepaar geklagt, welches in der regionalen Forstverwaltung arbeitet. Seit Jahren bringen sie ihren Schäferhund mit zur Arbeit. Der Arbeitgeber hatte dies bislang auch geduldet. Doch als das Paar sich einen weiteren Schäferhund anschaffen und diesen ebenfalls mit zum Arbeitsplatz bringen wollte, verbot dies der Arbeitgeber.

Grundsätzlich seien nur Jagdhunde im Forstamt gestattet. Ein Schäferhund sei aber ein Hütehund. Dass die Kläger ihren ersten, mittlerweile zehn Jahre alten Schäferhund mitbringen dürfen, sei nur aus „Bestandsschutzgründen“ geduldet worden.

Ohne Erfolg verwies das Ehepaar auf Gleichbehandlung. In anderen Forstämtern könnten Mitarbeiter ebenfalls Hunde mitbringen, die keine Jagdhunde seien.

Das Land hatte dazu erklärt, dass die einzelnen Forstämter dies selbst regeln dürften und die Hundefrage unter das Hausrecht des jeweiligen Amtsleiters falle ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK