Zeckenbiss als Arbeitsunfall?

Das Landessozialgericht Erfurt hat die Anerkennung eines Zeckenbisses als Arbeitsunfall abgelehnt, wenn nicht mit dem erforderlichen Vollbeweis festgestellt werden kann, dass der Arbeitnehmer sich den Biss während der Arbeitszeit zugezogen hat.

Die Klägerin führte am 01.06.2012 als Lehrerin im Rahmen des Sportfestes einer staatlichen Grundschule bis ca. 14.00 Uhr Aufsicht. Beim abendlichen Duschen entdeckte die Klägerin eine Zecke und entfernte diese. Nach Auffassung der Unfallkasse Thüringen hat für den Biss kein Unfallversicherungsschutz nach § 2 Abs. 1 Nr. 1 SGB VII bestanden.
Das SG Altenburg hatte die Anerkennung des am 01.06.2012 festgestellten Zeckenbisses als Arbeitsunfall abgelehnt. Gegen die Entscheidung legte die Klägerin Berufung ein.

Das LSG Erfurt hat die Berufung gegen das Urteil des Sozialgerichts zurückgewiesen.

Zwar könne auch ein Zeckenbiss im Einzelfall als Arbeitsunfall anzuerkennen sein, so das Landessozialgericht. Dies setze aber eine örtliche und zeitliche Bestimmbarkeit des Ereignisses Zeckenbiss voraus. Auf Grund der Angaben der Klägerin habe sich das Gericht nicht die erforderliche Überzeugung verschaffen können, dass die Klägerin zum Zeitpunkt des Zeckenbisses bzw ...

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