Radweg entgegen der Fahrtrichtung genutzt – 1/3 Mitverschulden

Auf der falschen Seite eines Radweges zu fahren kann fatale Folgen haben. Das musste eine Radfahrerin aus Marl erleben. Sie kollidierte mit einem abbiegenden PKW und verletzte sich schwer. Jetzt entschied das OLG Hamm über die Höhe des ihr zustehenden Schadenersatzes.

Der PKW-Fahrer habe, so das Gericht, den Unfall in erheblichem Umfang verschuldet, auch wenn er zunächst im Einmündungsbereich angehalten habe und dann langsam abgebogen sei. Gegenüber der Radfahrerin sei er aber trotzdem wartepflichtig gewesen. Begründung: ein Radfahrer behält sein Vorrecht gegenüber kreuzenden und einbiegenden Fahrzeugen auch dann, wenn er verbotswidrig den linken von zwei vorhandenen Radwegen nutzt.

Die Radfahrerin ihrerseits habe den Unfall mitverschuldet, weil sie mit ihrem Fahrrad den an der Unfallstelle vorhandenen Geh- und Radweg entgegen der freigegebenen Fahrtrichtung befahren habe ...

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