Pornographie am Arbeitsplatz durch IT-Forensik aufdecken

von Dr. Datenschutz

Nicht selten erfolgt der Konsum pornographischer Bild- und Videodaten während der Arbeitszeit. Dies hat schmerzliche Auswirkungen für den Arbeitgeber. Einen Nachweis für rechtswidriges Verhalten von Mitarbeitern kann die IT-Forensik durch die Sicherung, Auswertung und Dokumentation der Spuren liefern.

Nachweis rechtswidrigen Verhaltens

Der Download von pornographischem Material ist oft nicht nur urheberrechtlich problematisch, sondern kann aufgrund des Inhalts sogar illegal sein. Zudem führt der Konsum von Pornos bei der Arbeit zur Verringerung der tatsächlichen Arbeitszeit, Produktivität und Rentabilität des betreffenden Mitarbeiters.

Ein derartiges Verhalten kann unter bestimmten Voraussetzungen eine fristlose Kündigung des Arbeitsverhältnisses rechtfertigen. Dazu muss der Arbeitgeber dieses vertragswidrige Verhalten jedoch nachweisen können. Hierbei kann unter Einhaltung datenschutzrechtlicher Anforderungen eine IT-forensische Untersuchung des Computers erfolgen, der für den Konsum von pornographischem Material verwendet wurde, die nötigen Hinweise liefern.

Spuren gerichtsverwertbar sichern

Der Benutzer eines Computers hinterlässt bei dessen Nutzung zahlreiche Spuren, welche vom System gespeichert werden. Auf einem Computer, auf dem das Betriebssystem Windows installiert ist, finden sich je nach installierter Version Spuren an bestimmten Speicherorten.

Diese Spuren lassen sich IT-forensisch gerichtsverwertbar sichern, auswerten und dokumentieren. Um die vom Benutzer erzeugten Spuren durch dessen Interaktion mit den Dateien auf dem Computer nicht zu beschädigen oder zu vernichten, muss die Sicherung der zu untersuchenden Daten, manipulationssicher durchgeführt werden. Dies kann z.B. unter Einsatz eines sog. Writeblocker erfolgen, der einen schreibenden Zugriff auf die Originaldaten beim Erstellen der forensischen Kopie verhindert ...

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