Über die Eigenart der Arbeitsleistung von Schauspielern einer langjährigen Krimiserie

von Liz Collet

Mit dieser Frage befasst sich heute das Bundesarbeitsgericht in einem Revisionsverfahren ab 11:15 Uhr im Siebten Senat im Zusammenhang mit der streitigen Beendigung des zwischen den Parteien bestehenden Vertragsverhältnisses, das dem klagenden Schauspieler knapp 18 Jahre lang in der vom ZDF ausgestrahlten und von der Beklagten im Auftrag des ZDF produzierten Krimiserie „Der Alte“ die Rolle des Kommissars „Axel Richter“ bescherte.

Die Parteien schlossen – so informiert das BAG in den Terminankündigungen im August 2017 zur Revision – hierüber jeweils sog. „Mitarbeiterverträge“ bzw. „Schauspielerverträge“ ab. Diese bezogen sich auf einzelne Folgen oder auf die Folgen eines Kalenderjahrs und sahen eine Pauschalvergütung pro Folge vor. Zuletzt wurde der Kläger durch Vertrag vom 13./16. Oktober 2014 für die Folgen Nr. 391 und 392 für insgesamt 16 Drehtage in der Zeit vom 18. Oktober bis zum 18. November 2014 verpflichtet. Im September 2014 und mit Schreiben vom 21. November 2014 teilte die Beklagte ihm mit, dass mit diesen beiden Folgen sein Engagement für diese Rolle ende. Mit weiterem Schreiben vom 21. November 2014 kündigte sie das Vertragsverhältnis vorsorglich außerordentlich fristlos, hilfsweise ordentlich zum nächstzulässigen Termin.

Der Kläger ist der Auffassung, bei den mit der Beklagten geschlossenen Verträgen habe es sich jeweils um Arbeitsverträge gehandelt. Eine Befristung des letzten Arbeitsvertrags sei nicht vereinbart ...

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