Kommerz im Fußball: Was ist die 50+1 Regel?

von Corinna Vom Berg

Die 50+1-Regelung wird im deutschen Profi-Fußball immer wieder diskutiert. Für die Traditionalisten ist sie nach wie vor ein wichtiger Mechanismus, damit Vereine nicht vollständig in die Hände von Investoren geraten. Andere wiederum sehen durch die Regel die finanzielle und sportliche Wettbewerbsfähigkeit gefährdet. Momentan steht sie auf dem Prüfstand. Der SportrechtBlog erklärt was dahinter steckt.

Entgegen des Trends

Anders als in den europäischen Topligen aus England, Frankreich und Co. können in Deutschland Fußballvereine nicht von Investoren geführt werden. Vor allem der Transfer von Neymar zu Paris Saint-Germain erregte in letzter Zeit viel Aufsehen. Der katarische Geschäftführer Nasser Al-Khelaifi hat den Transfer maßgeblich herbeigeführt. Der Verein aus dem Pariser Vorort gehört zu 100 Prozent der Firma Qatar Sports Investments. Doch wieso sind solche Übernahmen in der Bundesliga verboten? Das legt die 50+1 Regel fest.

50+1: Das bedeutet die Regelung

Will ein Investor Anteile einer deutschen Sportkapitalgesellschaft erwerben, hat er folgendes zu beachten: Eine Minderheitsbeteiligung bis 49% ist verbandsrechtrechtlich zulässig. Eine mehrheitsbeteiligung von über 50% ist jedoch nicht erlaubt. Nach der DFB-Satzung des Ligaverbandes kann eine Kapitalgesellschaft im Profifußball nur dann eine Lizenz erwerben, wenn ein Verein mehrheitlich an ihr beteiligt ist, über eine eigene Fußballabteilung verfügt und sich zu dem Zeitpunkt der Bewerbung für eine Lizenz sportlich für die Teilnahme qualifiziert hat ...

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