Studenten verjubeln Falschgeld aus dem Internet in Münchner Clubs

von Jannina Schäffer

Zwei junge Studenten haben im Darknet falsche 50-Euro-Scheine bestellt und diese in Münchner Diskotheken und Restaurants verjubelt. Den beiden wurde nun vor dem Amtsgericht München der Prozess gemacht.

Die Gerichtsverhandlung zeigt, wie einfach es ist, im Internet an Falschgeld zu gelangen. Der 19-Jährige Fachinformatiker Tobi K. installierte einen Tor-Browser auf seinem PC, mit dessen Hilfe man das sogenannte Darknet erreichen kann. Gemeinsam mit einem Freund besuchte er verschiedene Internetforen, in denen Waffen, Falschgeld, Drogen und Ähnliches angeboten wurden. Die beiden jungen Studenten bestellten auf der Plattform falsche 50-Euro-Scheine von einer Fälscherwerkstatt in Landshut. Die Blüten bezahlten sie in der virtuellen Währung Bitcoin. Ein einzelner 50 Euro-Schein kostete umgerechnet 23 Euro. Das Falschgeld verjubelten die jungen Männer daraufhin in verschiedenen Münchner Clubs und Restaurants.

„Das ist ein Verbrechen, da beißt die Maus keinen Faden ab“

Wochenlang fiel es niemandem auf, dass die beiden Studenten mit Falschgeld bezahlten. Die nächste Bestellung fiel deswegen größer aus. Diesmal orderten die jungen Männer 20 Stück falsche Fünfziger – und kamen ins Schwitzen. Die Lieferung verzögerte sich, weil der Fälscher in Landshut Probleme hatte. Außerdem knackte ein Hacker über Nacht ihr Bitcoin-Gelddepot im Internet. Den Studenten wurden Bitcoins im Wert von etwa 300 Euro geklaut. Anzeigen konnten sie diesen Diebstahl natürlich nicht.

„Das ist ein Verbrechen, da beißt die Maus keinen Faden ab“, urteilte das Gericht. Die Heranwachsenden wurden zu einer Woche Dauerarrest verurteilt. Außerdem müssen sie Sozialstunden leisten. Möglich ist diese milde Strafe, weil die beiden noch nach Jugendstrafrecht verurteilt wurden ...

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