Name, Vorname, Familienname – What’s in a name?

Schon Shakespeare wusste in „Romeo und Julia“:

What’s in a name? that which we call a rose
By any other word would smell as sweet;

Weniger poetisch und weniger englisch ausgedrückt: Namen sind Schall und Rauch.

Und auch in der Rechtssprache sind der Begriff „Name“ und die Begriffe, die es für Namen gibt, vielfältig und austauschbar. Nun ist man es als Rechtsanwender ja gewohnt, dass ein bestimmter Begriff nicht immer mit einem bestimmten Inhalt korrespondiert. Innerhalb eines Gesetzes ist der juristische Sprachgebrauch meist noch relativ einheitlich – sofern daran nicht allzu oft herumgedoktert wurde.

Durchquert man jedoch unterschiedliche Gesetze unterschiedlicher Rechtsgebiete, wird es aber ziemlich wirr.

So sagt § 17 Abs. 1 des Handelsgesetzbuches (HGB):

Die Firma eines Kaufmanns ist der Name, unter dem er seine Geschäfte betreibt und die Unterschrift abgibt.

Bei genauerem Hinsehen definiert diese Vorschrift aber nicht den Begriff „Name“, sondern den Begriff „Firma“. Eine Firma ist juristisch gesehen also – entgegen dem allgemeinen Sprachgebrauch – nicht das gesamte Unternehmen, sondern nur der Name des Unternehmens.

Die Personalausweisverordnung (§ 28 Abs. 1 Nr. 1 PAuswV) grenzt scheinbar die verschiedenen Namen voneinander ab:

Angaben zur Identitätsfeststellung von juristischen und natürlichen Personen; bei natürlichen Personen sind dies insbesondere der Familienname, die Vornamen, (…); bei juristischen Personen sind diese insbesondere der Name, (…)

Also haben juristische Personen Namen, natürliche Personen (Menschen) dagegen Familiennamen und Vornamen? Ja, so nennt es diese Vorschrift. Aber auch nur die (und einige andere Vorschriften, aber bei weitem nicht alle) ...

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