Amtliches Verzeichnis ersetzt Präqualifizierungsdatenbank


Im August 2017 startet das nach der Vergabeverordnung (VgV) und der Unterschwellenvergabeordnung (UVgO) vorgesehene amtliche Verzeichnis. Mit dem durch § 48 Abs. 8 VgV und § 35 Abs. 6 UVgO eingeführten amtlichen Verzeichnis soll es Unternehmen und freiberuflich Tätigen aus dem Liefer- und Dienstleistungsbereich ermöglicht werden, ihre Eignung und das Nichtvorliegen von Ausschlussgründen auftragsunabhängig nachzuweisen. Das amtliche Verzeichnis wird bei den Industrie- und Handelskammern eingerichtet und vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK e.V.) geführt (www.amtliches-verzeichnis.ihk.de). Es wird die bisherige Präqualifizierungsdatenbank für den Liefer- und Dienstleistungsbereich (bislang unter www.pq-vol.de) ablösen.

Für die Prüfung der Eintragungsvoraussetzungen der Unternehmen werden die nutzen die Industrie- und Handelskammern aber weiterhin die Kompetenz der Auftragsberatungsstellen und ihrer Präqualifizierungsverfahren nutzen. Insofern ändert sich für die Unternehmen, die sich bisher präqualifiziert haben, nicht allzu viel.

Eignungsvermutung für Bieter

Vorteil des neuen amtlichen Verzeichnisses ist, dass sich durch eine Eintragung die Rechtsstellung des bietenden Unternehmens gegenüber der Präqualifizierung verbessert: Es gilt die Eignungsvermutung. Öffentlicher Auftraggeber dürfen die Eignung des Unternehmens nur anzweifeln, wenn hierzu entsprechende Erkenntnisse vorliegen. Ansonsten muss jeder öffentliche Auftraggeber diese Eintragung anerkennen. Gleiches sieht der Entwurf der Unterschwellenvergabeordnung vor.

Einsparpotenziale für beide Seiten

Außerdem sparen beide Seiten – Auftragggeber und Bieter – dadurch Zeit und Kosten ...

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