Ist eine Pkw-Vermietung unter Ehegatten sinnvoll?

von Christian Herold

Vor einigen Jahren ist häufiger geraten worden, dass ein Pkw nicht von dem Unternehmer selbst, sondern von seinem Ehegatten angeschafft werden sollte, damit dieser das Kfz wiederum an seinen unternehmerisch tätigen Ehepartner vermietet. Es war ein durchaus gängiges Gestaltungsmodell.

Kürzlich bin ich gefragt worden, ob das Modell auch heute noch ratsam ist. Meine Antwort lautet, dass die Vermietung unter Ehegatten heutzutage in den meisten Fällen keinen oder nur einen geringen steuerlichen Vorteil bringt. Anders kann es aber aussehen, wenn der Unternehmer eine ganze Fahrzeugflotte benötigt, die Ehegatten über hohe Einkünfte im Spitzensteuersatz verfügen und sie nicht auf laufende Ausschüttungen angewiesen sind. In diesem Fall könnte ein Ehegatte eine GmbH gründen, nach und nach die Fahrzeugflotte erwerben und die Kfz jeweils an den Unternehmer-Ehegatten vermieten.

Zwar ergeben sich „unterm Strich“ bei einer Vollausschüttung keine (nennenswerten) steuerlichen Vorteile bzw. das Modell könnte wegen der gewerbesteuerlichen Hinzurechnung der Miete sogar von Nachteil sein. Werden aber die Ausschüttungen nicht benötigt und dient die GmbH als „Spardose“, so könnte an die Durchführung des Modells gedacht werden ...

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