Haben Fußballer Anspruch auf den Mindestlohn?

von Corinna Vom Berg

Seit dem 1.1.2015 gilt in Deutschland ein allgemeiner, flächendeckender Mindestlohn. Die große Mehrzahl der Fußballer in unserem Land spielt im Amateurbereich und ist weit von den Millionen-Gehältern der Profis entfernt. Wie verhält es sich also mit dem Mindestlohn, wenn Spieler in den unteren Ligen Vertragsamateure sind? Der SportrechtBlog klärt auf.

Mindestlohn für Fußballer?

Fußballprofis wie Neymar, der für 222 Millionen Euro nach Paris wechselt und dort geschätzte 30 Millionen Euro pro Jahr verdienen soll, können über einen Mindestlohn nur lachen. In Deutschland beträgt dieser 8,84€ pro Zeistunde – brutto! Er ist unabdingbar. Vereinbarungen, die den Anspruch auf Mindestlohn unterschreiten oder seine Geltendmachung beschränken oder ausschließen, sind also unwirksam.

Grundsätzlich haben alle Arbeitnehmer einen Anspruch auf den gesetzlichen Mindestlohn. Also auch Spieler, Trainer und sonstige Mitarbeiter im Verein, die eventuell nur geringfügig beschäftigt sind.

Die Bundesliga und der Mindestlohn

Zunächst solltest du erst mal wissen, dass es im deutschen Profifußball 2 Lizenzligen gibt. Das sind jeweils die erste und die zweite Bundesliga. Die 3. Liga gehört zwar zu den Profiligen, gilt aber von seitens des Ligaverband nicht als Lizenzliga. Infolgedessen werden Fußballer von Vereinen der 1./2. Bundesliga als Lizenzspieler bezeichnet ...

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