Dürfen Lehrer die Smartphones Ihrer Schüler einkassieren?

von Stefan R. Seiter

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Es ist ein leidiges Thema, die Unterhaltungselektronik an der Schule. Und ein altes noch dazu. Wie, glauben Sie nicht? Ach kommen Sie … Wie war es denn früher? Jedenfalls nicht besser als heute: Zu Beginn meiner persönlichen schulischen Karriere war die Zeit der „Walkmans“ (um den ebenso populären wie grammatikalisch verfehlten Plural der tragbaren Kassettenspieler zu gebrauchen) als trendiger Ohrstöpsel-Unterhalter bereits vorbei; hier und da war noch ein „Discman“ (als sein artverwandter und nicht minder klobiger Nachfolger) anzutreffen, doch mehr und mehr genossen iPods und deren Äquivalente großflächige Verbreitung. Danach kamen irgendwann die Tamagotchis (meine Güte, waren die Dinger nervig!), und über das einfache Handy führte der technologische Weg unvermeidbar bis zum jetzigen digitalen Alleskönner.

Lange Rede, kurzer Sinn …

So ist es heutzutage: Von den Schülern geliebt (heiß und innig), von den Lehrern (nicht immer, aber oft) verteufelt – das Smartphone. Nun hat in einigen wenigen Bundesländern das neue Schuljahr schon wieder begonnen. Für uns Grund genug, sich mit der allwaltenden Gefahr des plötzlichen Verlustes jenes technischen Geräts zu befassen, von dem laut einer aktuellen Studie über die Hälfte aller Jugendlichen behauptet, ohne es nicht mehr leben zu können.
Das Verwaltungsgericht (VG) Berlin hatte im April dieses Jahres die Gelegenheit, zu der eingangs erwähnten Frage Stellung zu beziehen. Es ging dabei um einen seinerzeit 16 Jahre alten Schüler, dem sein Lehrer wegen Smartphone-bedingter Störung des freitäglichen Unterrichts das Gerät wegnahm und über das Wochenende einbehielt. Dagegen klagte der Schüler und verlor das Verfahren.

… als Antwort: Ein klares „Jein“

Was heißt hier „Jein“? Da oben steht doch, er „verlor“ ...

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