Lesen als „Strafe“

von Udo Vetter

Mal ein Buch lesen – das hat sicher noch niemandem geschadet. Genau das denken sich in München auch Jugendrichter. So verdonnerte eine Richterin jetzt einen 29-Jährigen zu 20 Stunden Lektüre. Der junge Mann war wiederholt aufgefallen, weil das Nummernschild an seinem Motorrad falsch befestigt und damit nur schwer zu entziffern war. Also keine großartige Sache.

Aber sicher eine für die „Leseweisung“. Die Leseweisung ist – an sich bundesweit – möglich, weil das Jugendgerichtsgesetz dem Richter einen weiten Spielraum eröffnet. Er kann entscheiden, welche „Erziehungsmaßregeln“ oder „Zuchtmittel“ er für erforderlich hält. Der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt ...

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