Ein sonniger Sommersonntag im…

Garten selbstverständlich! Wo denn auch sonst, denkt sich der von der Woche geschlauchte Anwalt, wenn die ersten Sonnenstrahlen durch das noch aus der Nacht geöffnete Fenster schleichen und ihn sanft aus seinen Träumen streicheln. Die Vögel zwitschern und in der Luft liegt das Gefühl eines bevorstehenden, warmen und sonnigen Sommertages.

Er dreht sich um und schließt entspannt die Augen. Tiefe Ruhe durchströmt ihn und er döst ein weiteres Mal ein. Der Schlaf des Gerechten. Der Schlaf des Arbeiters!

Ein leichtes Hüngerchen weckt den geruhsam ruhenden Anwalt erneut. Die Sonne ist ein kleines Stück weiter gezogen und kitzelt an der Nase. Es ist 9:00 Uhr.

Was mach ich nun also mit dem angefangenen Tage. Erstmal Frühstück, das ist klar. Aber dann…? Der Garten dieser feine Hort der Ruhe und Entspannung soll heute mein Weinberg sein, der Rasen meine Reben und das Unkraut der Wein, denkt es sich und schlüpft baren Fußes aus dem Bett.

„Ey Kollege, hör mal zu!! In der Sache 38/17 – mit dem hohen Streitwert, wo keine Rechtsschutz hinter steht – da wolltest du doch noch mal vortragen. Substantiieren! Puh, ich bin mir nicht sicher, ob deine drei Zeilen da reichen!…“

Hö? Was war denn das? Stimmen im Kopf? Das muss die Überarbeitung sein.

Ach Quatsch denkt der Anwalt sich. Das schlechte Gewissen, das ist doch was für Streber und unentspannte Korinthenkacker. Ich hingegen bin reinen Gewissens und hochzufrieden mit meiner Wochenleistung. Selbstverständlich habe ich vollständig vorgetragen und sicherlich keinen Fehler gemacht. Außerdem das Wetter ist wunderbar und der Garten ruft. Erstmal zur Ruhe kommen!

Der Kaffee schmeckt fantastisch ein kleiner Engel, der auf die Zunge pieselt und dabei die Ode an die Freude trällert. Ein Sonntag zum Dahinschmelzen und das auch ohne die Temperaturen zu berücksichtigen ...

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