Diebe mit Wohnungsschlüssel und Adresse

Eine Hausratversicherung muss nicht für die bei einem Wohnungsdiebstahl entwendeten Gegenstände eintreten, wenn die Bewohnerin fahrlässig den Diebstahl des Wohnungsschlüssel ermöglicht hat.

So die Entscheidung1 des Oberlandesgerichts Hamm in dem hier vorliegenden Fall einer Klägerin, der aus ihrer Wohnung Gegenstände im Wert von 17.500,00 Euro gestohlen worden waren. In den Versicherungsbedingungen der Hausratversicherung der in Münster wohnenden Klägerin war u.a. festgelegt, dass ein Einbruchsdiebstahl u.a. dann vorliegt,

“wenn der Dieb in einem Raum eines Gebäudes mittels richtigen Schlüssels eindringt, den er innerhalb oder außerhalb des Versicherungsortes durch Diebstahl an sich gebracht hatte, vorausgesetzt dass weder der Versicherungsnehmer noch der Gewahrsamsinhaber den Diebstahl des Schlüssels durch fahrlässiges Verhalten ermöglicht hatte.”

Zu dem Vorfall war es im Juli 2013 gekommen, als sich die damals 55 Jahre alte Frau auf dem Rückweg von einer Betriebsfeier befand – in Begleitung eines Kollegen, der ihr Fahrrad schob. Die Handtasche der Klägerin mit Wohnungsschlüssel und weiteren persönlichen Gegenständen befand sich ungesichert am Fahrrad. Als beide das Fahrrad an einer Säule abstellten und sich einander zuwandten, blieb das Rad für wenige Minuten ohne Beobachtung. In dieser Zeit entwendete ein unbekannter Täter die Handtasche. Nachdem die Klägerin den Diebstahl noch am Tatort gemeldet hatte, übernachtete sie sodann in der Wohnung einer Verwandten und ging erst am nächsten Morgen in ihre eigene Wohnung. Dort waren zwischenzeitlich Unbekannte mit Hilfe des Mit dem entwendeten Schlüssel war dort zwischenzeitlich Jemand eingedrungen und hatte nach den Angaben der Klägerin u.a. Schmuck, Mobiltelefone und Laptops gestohlen. Den Gesamtwert der entwendeten Gegenstände hat die Klägerin mit 17.500 Euro beziffert ...

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