Affen-Selfie ruiniert Fotografen – Situation der Urheberschaft ist unklar

Es ist – wie so oft – die Geschichte hinter der Geschichte. In den USA verklagt die Tierschutzorganisation PETA einen Fotografen auf Zahlung von Urheber- und Lizenzgebühren an einen im indonesischen Urwald lebenden Affen. So unglaublich das klingt, so folgerichtig könnte es juristisch sein, denn der 52-jährige Brite David Slater hat das heute weltberühmte Foto nicht geschossen. Er hatte mit Hilfe einer speziellen Vorrichtung lediglich den Affen dazu gebracht, Selfies zu machen. Arno Lampmann, Fachanwalt für gesetzlichen Rechtsschutz und Partner bei LHR – Kanzlei für Marken, Medien, Reputation: „Im Sinne des Urheberrechts ist er damit nicht Berechtigter, eventuell entstehende Erlöse stehen ihm daher nicht zu.“

Ähnlich hatte es auch Wikipedia gesehen, die die Veröffentlichung des Bildes im Netzwerk erlaubte und so den Tierfotografen um einen großen Teil seiner Einnahmen brachte. Slater klagte vergeblich auf Unterlassung. Auch die PETA-Klage kann sich für ihn katastrophal auswirken. Schon jetzt treibt ihn der Rechtsstreit um das Bild an den Rande des Ruins. Fotoreisen in Urwälder kann er sich nicht mehr leisten.

Lampmann: „Ich denke nicht, dass PETA in Deutschland mit einer Klage durchkommen könnte ...

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