Studie zu Cyberangriffen – Jedes zweite Unternehmen ist betroffen

von Dr. Datenschutz

Cyberangriffe sind in Deutschland längst auch im Mittelstand angekommen. Datendiebstahl, Spionage und Sabotage verursachen Schäden von etwa 55 Milliarden Euro. Jährlich. Dies ist das Ergebnis einer heute vorgestellten Studie des Digitalverbands Bitkom.

Angriffszahl nimmt weiter zu

Besorgniserregend ist dabei, dass etwa jedes zweite Unternehmen von Datendiebstahl, Industriespionage oder Sabotage betroffen war. Befragt wurden Unternehmen ab zehn Mitarbeitern in Deutschland, insgesamt haben 1.069 Geschäftsführer und Sicherheitsverantwortliche aus allen Branchen repräsentativ an der Studie mitgewirkt. Im Vergleich zur vorherigen Studie 2015 ist der Schaden dabei um rund 8 % von 51 auf 55 Milliarden Euro gewachsen.

Viele Cyberangriffe werden nicht, oder sehr spät bemerkt

Eine andere große Studie vergangenen Jahres offenbarte dabei ein weiteres großes Problem bei Cyberangriffen, nämlich dass diese oftmals gar nicht oder erst nach vielen Monaten entdeckt werden, der Datenabfluss somit über einen längeren Zeitraum erfolgt. Nahezu jeder zweite Angriff wird dabei nur durch Zufall entdeckt. Zudem gibt es eine große Dunkelziffer, eine große Anzahl an Straftaten bleibt schlichtweg unbemerkt. Dies ist im Kern auch das Ergebnis der Bitkom-Studie, wonach viele Unternehmen den Gang zur Polizei aus Angst vor Imageschäden durch eine mögliche Veröffentlichung scheuen, der Annahme, die Täter werden ohnehin nicht erwischt oder weil die Unternehmen den Aufwand hierfür als zu hoch einschätzen.

Wer sind die Täter?

Das lässt sich nicht immer ganz einfach beantworten. Aber man wird die Angriffe zunächst trennen müssen in interne und externe. Tatsächlich sind in einer Vielzahl von Fällen aus den unterschiedlichsten Gründen Mitarbeiter des Unternehmens diejenigen, die den Datendiebstahl begehen. Ferner erfolgen die Angriffe nach der Bitkom-Studie in 41% der Fälle aus dem direkten Umfeld des Unternehmens, also u.a ...

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