Ricardo mit neuer Datenschutzerklärung: Widerspruch bis am 26. Juli 2017 möglich

von Martin Steiger

Das Internet-Auktionshaus Ricardo informierte seine Nutzerinnen und Nutzer am 12. Juli 2017 über seine neue Datenschutzerklärung, die am gleichen Tag in Kraft trat.

Nach Angaben von Ricardo wurde die Datenschutzerklärung «innerhalb der Mediengruppe Tamedia harmonisiert, um den internen Datenaustausch zu ermöglichen». Ricardo war 2015 von der Zürcher Tamedia, die unter anderem die Zeitung «Tages-Anzeiger» herausgibt, gekauft worden.

Die eigene (!) Frage, was sich genau ändert, beantwortete Ricardo nur sehr allgemein:

«Mit der neuen Datenschutzerklärung können wir Ihnen für Sie relevante Angebote und Dienstleistungen anzeigen und Ihr Online-Erlebnis sowie die Sicherheit unserer Angebote verbessern. Damit erhöht sich der Schutz vor Online-Betrug und -Missbrauch.»

Wer mit der neuen Datenschutzerklärung nicht einverstanden ist, kann innert 14 Tagen per E-Mail oder schriftlich per Briefpost widersprechen. Diese Frist läuft demnach noch bis am 26. Juli 2017.

«Harmonisierung» für Personalisierung und Werbung bei Ricardo und Tamedia

Wer der neuen Datenschutzerklärung widerspricht, darf Ricardo nicht mehr nutzen, denn die Datenschutzerklärung ist Bestandteil der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) für Nutzerinnen und Nutzer von Ricardo. (Kurioserweise wird auch die Datenschutzerklärung in den PDF-Metadaten als «Allgemeine Geschäftsbedingungen [AGB]» bezeichnet.)

Im Rahmen der erwähnten «Harmonisierung» bezieht sich die Datenschutzerklärung nun auf alle «Gesellschaften der Tamedia-Gruppe sowie damit verbundene Unternehmen» als auch auf die Nutzung sämtlicher digitalen Angebote und Portale von Tamedia. Die Datenschutzerklärung verweist auf eine entsprechende «vollständige Liste aller betreffenden Unternehmen» (PDF) ...

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