Novelle der GasNZV: Bundestag beschließt Zusammenlegung der Marktgebiete

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Die Gasnetzzugangsverordnung (GasNZV) feiert nach knapp sieben Jahren ihre erste Novelle. Am 7.7.2017 stimmte auch der Bundesrat für den Referentenentwurf des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi), den bereits am 24.5.2017 das Kabinett beschlossen hatte. Anfang Januar gab es ein erstes Eckpunktepapier, mit dem Referentenentwurf kam dann die große Überraschung: die geplante Novelle sieht unter anderem eine Zusammenlegung der beiden deutschen Marktgebiete NetConnect Germany (NCG) und Gaspool bis zum 1.4.2022 vor. Kritik aus dem Markt an der geplanten Zusammenlegung kam prompt. Neben der Gefahr von Transportengpässen und damit Problemen bei der Versorgungssicherheit wurde vor allem beanstandet, dass dadurch ein teurer Ausbau der Netzinfrastruktur erforderlich wird.

Zunächst hatte der sich Ausschuss für innere Angelegenheiten das Votum der Bundesnetzagentur (BNetzA), die eine Zusammenlegung von NCG und Gaspool ablehnt, zu eigen gemacht und daher in einer gemeinsamen Stellungnahme mit dem federführenden Wirtschaftsausschuss empfohlen, dem Referentenentwurf des BMWi nicht zu folgen. Doch dann setzte sich dieses Ansinnen aber offensichtlich in letzter Minute durch.

Damit gehen für die verschiedenen Marktakteure im Netzbetrieb als auch auf die Unternehmensbereiche Handel und Beschaffung größere Änderungen einher. So enthalten Beschaffungsverträge als vertraglich vereinbarten Lieferort den jeweiligen virtuellen Handelspunkt (VHP) eines bestimmten Marktgebietes. Auch aus Sicht der Verteilernetzbetreiber stehen organisatorische Veränderungen vor allem im Bereich der Bilanzierung an; für die ca. 70 „Marktgebietsüberlapper“ in Deutschland vereinfacht sich damit jedoch die Lage deutlich ...

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