Über mehr oder minder geschmackvolle Nachfolgelösungen

von Liz Collet

Nicht jede Nachfolge gelingt im Abgang so gut, so gekonnt, so geschmackvoll, wie man es sich wünschen würde.

In jeder Branche kann dies zu einem Problem werden, was lange vor allem in Familienbetrieben oder auf Höfen von Bauern und Landwirten bekanntes Dilemma war. Manchmal noch immer ist und sein kann, dort wie andernorts, wo mancher sich schon, noch oder deplatziert als Gutsherr des Anwesens fühlt und fühlen mochte, der nur auf Zeit, wenn auch auf lange Zeit dort angestellt war, ist und sein sollte.

Wie wenig geschmackvoll im Abgang eine eigentlich vielleicht sogar diplomatisch anmutende Übergangsregelung für die Nachfolge geraten oder ungar missraten kann, zeigt ein Beispiel, bei dem ein jahrzehntelang bester Ruf für beide Seiten der Beteiligten in Frage gestellt wird von einem, der für die getroffene Regelung und deren Umsetzung nun Gerichtsbarkeit bemüht, im Eilverfahren, das beim Arbeitsgericht Pforzheim geführt wird.

Der Sternekoch Harald Wohlfahrt hat beim Arbeitsgericht Pforzheim eine einstweilige Verfügung gegen das Hotel Traube Tonbach bzw. deren Eigentümer angestrebt. Am 25.7.2017 wird dort mündlich verhandelt und Entscheidung erwartet.

In sachlich knappen Worten wird dort über den Verfahrensgegenstand wie folgt informiert: Der Inhaber des Hotels übergab Herrn Wohlfahrt am 02.07.2017 ein Schreiben, mit dem ihm Tätigkeiten eines „kulinarischen Direktors“ zugewiesen wurden. Kurze Zeit später wies der Inhaber Herrn Wohlfahrt an, es zu unterlassen, die Räumlichkeiten der Schwarzwaldstube aufzusuchen. Herr Wohlfahrt möchte mit seinem Antrag nun erreichen, als Küchenchef der Schwarzwaldstube weiter beschäftigt zu werden ...

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