Tierhalteverbot und Wegnahme von Tieren

Das VG Koblenz hatte zu entscheiden, ob einem Tierhalter, der 55 Katzen und zehn Hunde gehalten hatte, zu Recht die Tiere wegen nicht artgerechter Unterbringung und Versorgung weggenommen wurden (Urteil vom 21.06.2017 – 2 K 187/17.KO).

Sachverhalt

Anlässlich einer Hausdurchsuchung im Wohngebäude der Kläger wurden dort 55 Katzen und zehn Hunde aufgefunden. Sämtliche Tiere befanden sich in einem schlechten Pflegezustand. Das Fell hatte Verfilzungen, die Tiere waren von Flöhen und Ohrmilben befallen, hatten Zahnstein, waren untergewichtig und litten unter Wurmbefall.

Die Räume, Käfige und Verschläge waren teilweise stark verkotet und wiesen zum Teil keine Versorgung mit Futter und/oder Wasser auf. Einige Tiere waren massiv verhaltensauffällig. Eine Katze wurde abgemagert tot aufgefunden. Nach Einschätzung der zuständigen beamteten Tierärztin seien die Tiere nicht artgerecht untergebracht und versorgt worden. Die Kläger seien nicht in der Lage, Tiere zu halten.

Daraufhin verfügte der beklagte Landkreis Mayen-Koblenz die Wegnahme der Tiere und untersagte den Klägern die Haltung und Betreuung von Tieren jeglicher Art.

Dagegen haben die Kläger nach erfolglosem Widerspruch Klage erhoben. Die Tierhalteverbote seien unverhältnismäßig. Die Einschätzungen der Tierärztin seien unzutreffend oder überzogen. Ein tierschutzwidriges Verhalten könne man ihnen nicht anlasten.

Entscheidung

Das VG Koblenz hat die Klage abgewiesen. Nach Auffassung des Verwaltungsgerichts sind die gegen die Kläger ergangenen tierschutzrechtlichen Anordnungen rechtmäßig ...

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